Eine Gruppe meiner Klienten ist von Mitte 20 bis Anfang 30 Jahre alt, arbeitet in ihrem ersten Beruf, ist hoch motiviert und leider oft mit befristeten Arbeitsverträgen.

In dieser Befristung liegt oft die Gefahr, dass der Berufseinsteiger ständig das Gefühl hat, sich beweisen zu müssen und Konkurrenten ausstechen zu müssen. Die Motivation ist extrem hoch und in den ersten Monaten arbeiten sie oft mit enormen Überstunden. Diese Arbeit unterscheidet sich extrem zur Arbeit in ihrem Studium, dadurch, dass es einerseits kein Ende gibt, es gibt keine abgegebene Hausarbeit, kein Ende des Semesters. Diese Zeit der Ruhe fehlt völlig. Und andererseits gibt es oft keine Reaktion auf die geleistete Arbeit, es gibt keine Noten, es gibt keine Anerkennung von anderen Studenten, nein es gibt keine Wertschätzung. Diese beiden Punkte können zu einer Überforderung führen, die in einem Burnout enden können.

Eine andere große Gruppe meiner Klienten ist von Mitte 40 bis Mitte 50 Jahre alt. Der Unterschied zur ersten Gruppe besteht darin, dass diese Personen langjährige Erfahrungen in ihrer Arbeit gesammelt haben.

Eine jahrelange Überforderung hinterlässt Spuren

Diese Personen sind oft ernüchtert, sie haben über längere Zeit gehofft, dass sich an ihrer Arbeitssituation etwas verändert, haben immer weitergepowert und sich selbst überfordert. Es haben sich Mechanismen entwickelt, die sie dazu bringen, ihren Anforderungen gerecht zu werden, die ihnen allerdings auf lange Sicht gesundheitlich schaden und deshalb haben sie bereits mit den Konsequenzen des Stresses zu kämpfen.

Sie haben auch früher schon Stress im Job gehabt, kommen jetzt aber nicht mehr damit klar außerdem fühlen sie sich immer erschöpfter und reduzieren ihre private Aktivitäten, um sich endlich zu erholen, aber es klappt nicht mehr so wie bisher. Im Laufe der Zeit haben sich in ihren Tätigkeiten Änderungen in der Firmenstruktur ergeben, die sie in ihrem Handlungsspielraum behindern. Die Anforderungen waren vorher auch hoch, aber die Möglichkeit zu haben, selber handeln zu können, verhindert ein negatives Stresserlebnis. Alleine ist es oft unmöglich, aus dieser Situation heraus zu kommen.

Lt. einer aktuellen Statistik aus 2016 von statista gaben 38 % der Befragten den ständigen Termindruck als stärkste Belastung am Arbeitsalltag an, 36 % den emotionalen Stress, 34 % die Überstunden und z. B. 30 % die ständige Erreichbarkeit an.

Mithilfe einer Situationsanalyse bestimme ich mit dem Klienten die Berufssituation, den tatsächlichen persönlichen Einsatz und die Selbsteinschätzung des Klienten. Danach sehen wir uns den privaten Bereich an und arbeiten aktiv an einem Herauskommen aus der bestehenden Situation.

Stress im Beruf minimieren

  • Als Berufsanfänger haben Sie  Ihre Kräfte überschätzt und fühlen sich gestresst?
  • Trotz Ihrer jahrelanger Berufserfahrung  können Sie plötzlich mit dem Stress nicht mehr umgehen?
  • Sie möchten ein Burnout vermeiden und suchen Hilfe?

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