Welche Kompetenzen benötigt ein Berufsanfänger?

 

Ich möchte dies anhand eines Beispiels aus der Berufspraxis veranschaulichen: Eine Fachhochschulabsolventin beginnt nach ihrem erfolgreichen Abschluss eine Arbeitstätigkeit in ihrem gewünschten Berufsfeld. Sie hatte sich bereits während des Studiums Fachwissen angeeignet. Aufgrund eines Berufspraktikums konnte sie Fähigkeiten erwerben, um fachlich kompetente Handlungen ausführen zu können. Nun reicht dies allein nicht aus. Sie muss – um weiterhin auf dem aktuellsten Stand zu bleiben – ihr Fachwissen permanent aktualisieren und dies würde in die Methodenkompetenz eingreifen.

Die Fach- und Methodenkompetenz liegen hier sehr eng beieinander. Ferner muss sie sich in Problemsituationen behaupten lernen und sich aktiv in Kommunikationsprozessen beteiligen und ihren Standpunkt vertreten können. Dieser Interaktionskompetenz wird als Sozialkompetenz bezeichnet. Wenn die Fachhochschulabsolventin zusätzlich noch in der Lage ist, ihre Handlungen und Handlungsvoraussetzungen mit eigenen Stärken oder Schwächen reflektieren zu können, dann besitzt sie eine hohe Personale Kompetenz.
Die Kompetenzen können in zwei Typen untergliedert werden. Zum einen fachlich und methodische Kompetenzen, die für die Selbststeuerungsstrategien wichtig sind und keine genaue Zielkenntnis voraussetzen; zum anderen sozial-kommunikative und aktivitätsorientierte Kompetenzen, die ein Ziel haben.
Gerade die Personale Kompetenz und auch die Sozialkompetenz werden sich im Laufe der Berufserfahrung in der Regel vergrößern. Die Berufsanfänger sollten sich nur darüber bewusst sein, was für sie im Einzelnen wichtig ist, wo eventuell Ihre Schwächen liegen und dass sie diese im Rahmen eines Coachings minimieren können.

geschrieben von Petra Watolla

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